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Aufgrund der aktuellen Marktsituation kommt es zu einem starken Anstieg der Raten sowie zu einem Kapazitätsengpass. Hier erfahren Sie alles über die Hintergründe.

Air Logistics 

Markt Update

Mit einem einzigen Blick in den Himmel lässt sich feststellen, dass es dort in den vergangenen Monaten um ein Vielfaches ruhiger geworden und immer noch sehr ruhig ist. Um gleich zu Beginn eine Zahl zu nennen: nur circa ein Drittel der gesamten Flüge im Vergleich zu 2019 konnten im Jahr 2020 durchgeführt werden. Der Start ins Jahr 2021 hat die Situation nicht massgeblich verbessert.

Die Corona Krise als Auslöser

Damit man die Hintergründe der aktuellen Situation besser verstehen kann, lohnt es sich, einen Blick in das vergangene Jahr zu werfen:  Um die Ausbreitung des Corona Virus zu stoppen, wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Da jedoch Waren nicht nur alleine mit Frachtflugzeugen transportiert, sondern oft in Passagierflugzeugen beigeladen werden (Belly Fracht) wurde, durch den fehlenden Passagierverkehr, ein starker Kapazitätenrückgang verzeichnet, welcher durch den Einsatz von Vollfrachtern nicht ausreichend wettgemacht werden kann und konnte. Daraus resultierte ein starker Anstieg der Luftfrachtraten und die zu transportierenden Waren blieben vermehrt in den Lägern stehen oder die Laufzeiten haben sich ausgedehnt. Priorisiert wurden vor allem sogenannte PPE (Personal Protective Equipment) Sendungen, die zum Schutze unserer aller Gesundheit dringend benötigt wurden.

Durch den starken Rückgang der Nachfrage nach Reisen, mussten sich sich die Airlines entscheiden, Flugzeuge kurzfristig aus dem operativen Verkehr zu ziehen, längerfristig in der Wüste zu parken oder gar endgültig stillzulegen um die hohen laufenden Kosten zu senken. 

Jedoch ist der Transport auf dem Luftweg für den Warentransport unumgänglich. Es werden vermehrt kleinere Chargen geordert, dafür in kürzeren Zyklen und immer angepasst an die momentane Auftragslage in der produzierenden Industrie. Unverzichtbar ist die Luftfracht auch für Frischeprodukte wie Lebensmittel, Medikamente und andere verderbliche Waren. Auch die tiefere Verfügbarkeit von Containern und «Blank Sailings» in der Seefracht führte dazu, dass viele Waren per Flugzeug versendet werden mussten und immer noch werden, um den internationalen Handel aufrecht zu erhalten. 

Um dem globalen Kapazitätsengpass trotzdem entgegenwirken zu können, bauten Airlines temporär stillgelegte Passagierflugzeuge vorübergehend zu Frachtmaschinen um, in dem Sitze entfernt wurden. Diese Massnahme ist oftmals die einfachste, schnellste und kostengünstigste Variante, anstatt die langfristig am Boden geparkten Flugzeuge wieder zu reaktivieren. Steht ein Verkehrsflugzeug länger als 30 Tage am Boden braucht es eine Vielzahl technischer Tests, teilweise auch einen Austausch sicherheitsrelevanter elektronischer Komponenten, was mit grossem Aufwand und entsprechend hohen Kosten verbunden ist. Ist ein Flugzeug gar in der Wüste geparkt , ist es kaum noch lohnenswert, dieses wieder in den Flugbetrieb zu integrieren.

Ausblick

Die durch die Airlines ergriffenen Massnahmen tragen stark dazu bei, dem Kapazitätsengpass entgegen zu wirken. Durch die Bereitstellung eigener Flüge und einem eigenen, stetig ausgebautem Roadfeeder Netzwerk, stellen wir eine äusserst verlässliche und hochgradige Verfügbarkeit von Kapazitäten für unsere Kundschaft sicher.

Trotz der positiven Nachfrageentwicklung im Luftfrachtsektor, wird es noch viel Zeit in Anspruch nehmen, bis dieser sich komplett erholen wird und sich die Raten wieder stabilisieren. Die Dauer der anhaltenden Krise lässt sich jedoch nur schwer abschätzen, da diese auch auf den aktuellen und unvorhersehbaren Corona Entwicklungen basiert. Entscheidend wird ferner sein, ab wann globale Reiseaktivitäten wieder möglich sein, und wie die Carrier durch diese lang anhaltende Krise kommen werden.


Falls Sie weitere Fragen zur aktuellen Situation, dem Ausblick oder unseren Produkten haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an uns. 

 

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